Jesus ging über Wasser, Moses mitten hindurch. Vorbei. Die jüdischen Schwimmer schwimmen. Um die Wette, um Medaillen, gewinnen oder verlieren und werden manchmal in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.Beispiele:

Mark Spitz

 

5 x Gold bei den Panamerikanischen Spielen 1967Silber bei der Olympiade 1968 über 100 m Schmetterling. Bronze über 100 m Freistil, Gold in der 4×100 m Freistilstaffel und in der 4×200 m Freistilstaffel.

7 x Gold bei der Olympiade 1972 in München, jeweils mit Weltrekord. Associated Press zeichnete ihn als  „Sportler des Jahres“ aus.

Alfred Nakache

 

Silber bei der Olympiade 1936 in Berlin über 4 x 200 m Freistil. 

 

Vize-Europameister 1938 in der 4×200 m-Kraulstaffel. 

 

Weltrekord im 200 m Brustschwimmen 1941.

 

Sein Rivale Jacques Cartonnet denunzierte ihn laut Medienbericht bei der Gestapo. Alfred Nakache, seine Frau und seine zweijährige Tochter wurden nach Auschwitz deportiert. Seine Frau und das Kind wurden ermordet, Nakache überlebte KZ und Todesmärsche und erfuhr erst nach der Befreiung des Lagers vom Tod seiner Frau und seiner Tochter. Mit eiserner Disziplin und unbändigem Lebenswillen begann er zu trainieren und wurde 1946 Französischer Meister in mehreren Disziplinen.

Semyon Belits-Geiman

1965 Gold in der „Universiade“ über 400 m Freistil und Silber über 1.500 m mit der weltweit zweitbesten Zeit.

1966 Gold in der Europameisterschaft über 1.500 m Freistil und Silber über 400 m Freistil.

1966 war sein Ranking Nummer drei in der Weltbestenliste über 1.500 m Freistil.

1966 Weltrekord über 800 m Freistil.

1967 Universiade in Tokyo, 1967 Silber bei der Universiade über 1.500 m Freistil.

Silber bei der Olympiade 1968 in der Staffel über 4 x 100 m und Bronze über 4 x 200 m.

Gérard Blitz 

 

Rückenschwimmen

Bronze bei der Olympiade 1920 über 100 m Rücken und Silber mit seinem belgischen Wasserballteam, zu dem auch sein Bruder Maurice gehörte.

1921 Weltrekord im 400-m-Rücken, den er bis 1927 verteidigte.

1924 wieder Olympia-Silber für die Brüder Blitz mit ihrer Wasserballmanschaft.

1936 bei der Olympiade in Berlin Bronze beim Wasserball.

1990 wurde Gérard Blitz in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.

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Charlotte "Eppi" Epstein

 

Keine Schwimmerin aber dafür  „Mutter des  Frauenschwimmens in Amerika“.

Gründete 1920 die „Women’s Swimming Association“ (WSA) zu einer Zeit, in der Frauensport noch als gesundheitlich bedenklich galt.

Ihre Schützlinge („Eppie’s Swimmers“)  gewannen 30 Meisterschaften und stellten 52 Weltrekorde auf.

Sie trainierte unter vielen anderen erfolgreichen Schwimmerinnen auch Gertrude Ederle, die 1926 als erste Frau den Ärmelkanal durchschwamm und die Bestzeit der Herren um mehr als 2 Stunden unterbot.

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Anthony Ervin

Gold über 50 m Freistil bei der Olympiade 2000,  Silber in der 4×100 Staffel.

Gold bei den Schwimmweltmeisterschaften 2001 über 50 m Freistil. Spendete seine Goldmedaille 2005 der UNICEF für die Tsunamiopfer.

Im Alter von 35 (!)  Jahren Gold über 50 m Freistil bei der Olympiade 2016.

Andrea Gyarmati

Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre beste europäische Schwimmerin in den Lagen Schmetterling und Rücken.

1970 Europameisterin über 100 m Schmetterling und über 200 m Rücken. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München Bronze über 100 m Schmetterling und Silber über 100 m Rücken

Von 1968 bis 1972 wurde sie jeweils zu Ungarns Sportlerin des Jahres gewählt. 1995 Aufnahme in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports.

Alfréd Hajós

Gold bei der Olympiade 1896 über  100m Freistil – die erste Goldmedaille für Ungarn. Gold über 1200 m Freistil. 

Alfréd Hajós performte auch als Leichtathlet.  1898 wurde er ungarischer Meister über 100 Meter, 400 Meter Hürden und im Diskuswerfen.

1966 erfolgte die Aufnahme in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports.

Otto Herschmann

 

Silber bei der Olympiade 1896 über 100 m Freistil.

1912 Silber mit der österreichischen Mannschaft im Säbelfechten.

Otto Herrschmann war promovierter Jurist und Präsident des Verbandes Österreichischer Schwimmvereine.

1942 wurde er von den Nazis im KZ Izbica ermordet. In Wien erinnert eine Straße an die Sportikone.

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Lenny Krayzelburg

Olympiade 2000 Gold über 100 m Rücken, Gold über 200 m Rücken und Gold in der 4 × 100-m-Lagenstaffel.

2 × Gold und 1 × Silber bei den Weltmeisterschaften in Perth 1998, 1 × Gold und 1 × Silber bei den Weltmeisterschaften in Athen 2000, 3 × Gold bei den Pan Pacific Schwimmmeisterschaften in Fukuoka 1997 und 3 × Gold bei den Pan Pacific Schwimmmeisterschaften in Sydney1999.

1997–2000 war Lenny Krayzelburg jeweils „Amerikanischer Schwimmer des Jahres".

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Jason Lezak

Gold über 4 x 100 m Lagen Olympiade 2000.

Gold über 4 x 100 m Lagen Olympiade 2004.

Gold über 4 x 100 m Freistil Olympiade 2088.

Gold über 4 x 100 m Lagen Olympiade 2000.

Insgesamt errang Jason Lezak 34 Medaillen.

Paul Neumann

 

Österreichischer Meister 1892 im Flussschwimmen.

Gold über 500 m Freistil bei der Olympiade 1896.

Nach Medizinstudium und Promotion in Amerika wurde Dr. Paul Neumann 1897 Meister über eine halbe Meile, stellte Weltrekorde über 2, 3, 4 und 5 Meilen auf und gewann  amerikanische und kanadische Freistilmeisterschaften.

Marilyn Ramenofsky

 

Olympiade 1965: Silber im Freistil über 400 m und damit Weltrekord.

Eva Székely

 

Überlebte den Holocaust und die Besetzung Ungarns durch die Wehrmacht.

 

Bei der Olympiade 1952 in Helsinki gewann sie Gold mit dem damals noch revolutionären Schmetterling Stil über 200 m Brust und stellte einen neuen olympischen Rekord auf.

 

Silber bei der Olympiade 1956 mit klassischem Brust Stil über 200 m.  

 

Insgesamt stellte Eva Székely 10 Weltrekorde, 5 Olympiarekorde und 107 ungarische Rekorde auf und wurde 67-mal ungarische Meisterin.

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Judit Temes

 

Gold bei der Olympiade 1952 über 4 x 100 m Staffel,

Bronze über 100 m Freistil.

3 Weltrekorde: 3x100 m Freistil Staffel1952,  4x100 m Lagen Staffel 1950 und 4x100m Lagen Staffel 1954.

Insgesamt 29 Titelgewinne in Ungarn.

1955 wurde Judit Temes nach  Studium Dr. der Medizin und Präsidentin der Europäischen Schwimmföderation.

Dara Torres

 

Insgesamt 17 olympische Medaillen, darunter 

 

Gold über 4x100 m Freistil Olympiade 1984, 

 

Gold über 4x100 m Freistil Olympiade 1992, 

 

Gold über 4x100 m Freistil Olympiade 2000, 

 

Gold über 4x100 m Lagen Olympiade 2000, 

 

Silber über 4×100 m Lagen Olympiade 1988, 

 

Silber über 4×100 m Freistil Olympiade 2008, 

 

Silber über 50 m Freistil Olympiade 2008, 

 

Silber über 4×100 m Lagen Olympiade 2008, 

 

Bronze über 4×100 m Freistil Olympiade 1988, 

 

Bronze über 50 m Freistil Olympiade2 000, 

 

Bronze über 100 m Freistil Olympiade2000, 

 

Bronze über 100 m Schmetterling Olympiade 2000.

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Garrett Weber-Gale

Gold über 4x100 m Freistil Olympiade 2008.

Gold über 4x100m Lagen Olympiade 2008.

Zahlreiche nationale Titel.

Ben Wildmann-Tobriner

Gold bei der Schwimmweltmeisterschaft 2007 über 50 m Freistil.

 

Gold über 4x100 m Freistil bei der Olympiade 2008. 

 

Zahlreiche nationale Titel.

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Wallace "Wally" Wolf

 

Mit 17 Jahren Gold bei der Olympiade 1948 über 4x200 m Staffel.

Gold bei der Olympiade 1952 über 4x200 m Staffel.

 

Gold bei der Olympiade 1956 über 4x200 m Staffel.

 

Gold bei der Olympiade 1960 über 4x200 m Staffel.

 

In seiner aktiven Zeit war Wallace Wolf Mitglied des nationalen amerikanischen Wasserball Teams. 

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Scott Goldblatt

 

Silber über 200 m Freistil bei der Sommer Universiade 1997.  Gold über 4×200 m Freistil.

 

Bronze bei den Schwimmweltmeisterschaften 2001 über 4×200 Freistil.

Silber bei der Olympiade 2000 über 4x200 m Freistil.

 

Gold bei der Olympiade 2004 über 4 x 200m Freistil.

Otto Wahle

 

1897 Deutscher Meister über 100 m Freistil.

 

1900 bei der Olympiade Silber über 1000 m Freistil und Silber über 200 m Hindernisschwimmen.

 

1904 Bronze bei der Olympiade über 400 Yards Freistil.

 

1996 Aufnahme in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports.

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Dezső Gyarmati

Erfolgreichster olympischer Wasserball Spieler aller Zeiten.

 

Gold bei der Olympiade 1952.

Gold bei der Olympiade 1956.

Gold bei der Olympiade 1964.

Silber bei der Olympiade 1948.

Bronze bei der Olympiade 1960.

Scheff Otto

Schon als 15-jähriger wurde er Dritter über 340 m bei der Weltmeisterschaft in Paris. Mit 16 Jahren nannte man Otto Scheff "Österreichs Schwimm-Wunderkind.“

1906 gewann er Gold bei der Olympiade über 400 m und Bronze über 1 Meile Freistil.

1908: Deutscher Meister über 1500 m Freistil.

1909 Deutscher Meister über 1500 m Freistil.

Nach seiner aktiven Zeite studierte Otto Scheff Jura, promovierte und wurde Vizepräsident des Österreichischen Olympischen Komitees.1988 erfolgte die Aufnahme in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports  Im österreichischen Mödling erinnert eine Straße an seine sportliche Leistung.

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Tiffany Cohen

Bei der Olympiade 1984 Gold über 400 m Freistil und Gold über 800 m Freistil.

1982 siegte Tiffany Cohen bei der Amerikanischen Meisterschaft über 500, 1000 und 1650 yard Freistil.

1986 siegte sie bei der US Meisterschaft über 400 m und 800 m Freistil und über 200 m Butterfly.

1996 wurde sie in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.

Sarah Poewe

Wurde 1998 bei der Junior Olympiade zur besten Schwimmerin gewählt. 1999 gewann sie die ungarische Meisterschaft über 100 m Brust. 

 

Bronze über 4 x 100 m Lagen bei den Olympiade 2004.

Zu Ihren Erfolgen gehören drei Europarekorde, neun deutsche Rekorde, zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften.

 

Zwischen 2002 und 2012 wurde sie 17 x Deutsche Meisterin.

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Keena Rothammer

Erst 15 Jahre alt, gewann sie Gold bei der Olympiade 1972 über 800 m Freistil. Über 200 m Freistil gewann sie Bronze.

Bei der World Aquatics Meisterschaft 1973 gewann sie Gold über 200-m Freistil. Im gleichen Jahr wurde sie in den USA zur Sportlerin des Jahres gewählt.

 

1991 erfolgte die Aufnahme in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports. 

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Yakov Toumarkin

Bei der Europäischen Junior Schwimm Meisterschaft 2010 gewann Yakov Toumarkin Gold über 100 m Rücken und Bronze über 200 m Rücken.

 

Bei der Jugend Olympiade gewann er Silber über 100 m Rücken und Silber über 200 m Rücken.

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Keren Siebner

In den USA stellte Keren Siebner eine Serie Universitäts-Rekorde auf: Über 100 m Freistil, 200 m Freistil, 400 m Freistil und 800 m Freistil.

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Und wer sind diese Herren? 

Sechs Schwimmer aus Israel im Alter von 42 bis 66 Jahren. Sie wollten keine Medaille gewinnen, sondern auf die ökologische Belastung des Mittelmeeres durch Plastik aufmerksam machen. Also schwammen sie von Zypern nach Israel und stellten nebenbei einen Streckenrekord im Offenen Wasser auf.