Wir Juden in Israel

 

Als Minorität in vielen Ländern performten wir so gut es eben ging. Trotz der Schwierigkeiten, mit denen Minoritäten zu tun haben. Wir sind ja nicht die einzige Minorität. Höchstens die mit der größten Erfahrung.

Aber was passiert, wenn wir keine Minorität sind? Wenn wir nicht durch Diskriminierung blockiert werden? Das passiert, was in Israel zu sehen ist. Ein Feuerwerk an Fleiß, Energie, Engagement und Kreativität.  

So hat Israel angefangen:

Die ersten Siedler mussten mit Hacke und Schaufel aus Sümpfen im Norden und Wüste im Süden fruchtbares Land schaffen.

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Zäh, furchtlos und entschlossen.

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Manche kamen mit nichts als ihrem Hemd am Leib im wahrsten Sinne des Wortes angeschwommen. Aber mit überwältigender Hoffnung im Herzen.

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Das war die Gründung von Tel Aviv.

Und das ist Tel Aviv heute:

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Eine Stadt voller Parks und Palmen,

nachts ein Lichtermeer,

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tagsüber gepflegt und lebensfroh,

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aufgeschlossen für Experimente

und berühmt für ihre Feste.

Das ist Haifa im Norden.

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Und das Eilat im Süden:

Israel muss man gesehen haben um zu begreifen, was wir dort geleistet haben. Jedes Jahr kommen mehr Besucher. Fasziniert von den Menschen aus aller Welt, von der Dynamik, der Geschichte, der Kultur und natürlich von Sonne, Strand und  Meer.

Israel ist schön. Fangen wir mit den Landschaften an, am besten von „oben“:

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Galiläa im Norden.

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Am See Genezareth.

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Das Hule Tal gleich „darunter.“

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Naturreservat i m Hule Tal.

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Was hier so normal grünt und blüht und paddelt ist das Ergebnis harter Arbeit der Pioniere Israels. Ihnen haben wir heute in Israel eine beachtliche Lebensqualität zu verdanken.

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Früher sah es unten so aus wie oben.

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Auch unsere Wälder mussten wir neu anpflanzen.

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Das ist der Negev, Israels romantische Wüste, von den Städtern und „Nord-Israelis“ vielgeliebt.

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Massada. Hier haben wir der vielfachen Übermacht der 10. römischen Elite - Legion ein Jahr lang erbitterten Widerstand geleistet. Bis die wenigen Überlebenden sich ins Schwert stürzten, um der Sklaverei zu entgehen.

Auch das ist die Wüste Negev, bzw. war sie.

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Keine Fata Morgana. Diesen Wald in der Wüste Negev gibt es wirklich. Er ist nicht der einzige. 

Einen Freizeitpark gibt es auch.

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Weltweit breiten sich die Wüsten aus. In Israel haben wir die Wüste in blühende Landschaften verwandelt - im wahrsten Sinn des Wortes.

Im Negev werden neben Datteln, Gurken  Kartoffeln und Tomaten auch Blumen gezüchtet. 

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„Wüstenbewohner“

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Auch keine Einbildung: die Wüstenhauptstadt Beer Sheva.

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Ein Blick auf Israels Landwirtschaft und natürlich das Wassermanagement

Das wichtigste zuerst: Israels Kühe geben heute mehr Milch als die dänischen. Warum ist das wichtig? Weil dänische Kühe bisher die Champions waren. Die "Wirtschaftswoche" hat einen ausführlicher Artikel über "Israels Wunderkühe" veröffentlicht. Hier:

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(Foto: Yoram Shpirer)

Begonnen hat der landwirtschaftliche Boom mit den Jaffa-Orangen. Fortgeführt wurde er mit einer beispiellosen Forschung und Entwicklungsserie, darunter die Kirsch-Tomaten, Nektarinen - Mangos, Pampelmusen, die Cholesterol im Blut mindern, samenlosen Paprikas, Kartoffeln, die mit Salzwassser gezüchtet werden, biologischer Pflanzenschutz, Fischzucht in der Wüste, Melonen, die auf Bäumen wachsen und deutlich gehaltvoller sind, die besten Datteln, haltbare Erdbeeren und Sharon-Früchten.  

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Israelische Agrartechnologie ist heute überall auf der Welt gefragt. Ganze schlüsselfertige und computergesteuerte Produktionsanlagen werden nach Vietnam, China, Indien und selbst in den Irak geliefert.

Wie war diese Entwicklung möglich? Wie so oft: Not macht eben erfinderisch. Kein Wasser, karge Böden, Hitze und Wüste boten denkbar ungünstige Bedingungen - und spornten die Menschen an.

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Ideen waren gefragt! Hier ein einfaches aber durchdachtes System, um den Morgentau für die Bewässerung zu nutzen. Spart 50% Wasser.

Und mehr wurde geleistet:

  • Statt Chemie einzusetzen, entwickelte man in Israel für den Pflanzenschutz spezielle Pflanzenöle, die Schädlinge abhalten.

  • Die heute weltweit eingesetzte, computergesteuerte Tröpfen-Bewässerung aus Israel spart nicht nur Wasser sondern steigert auch den Ertrag.

  • Biologische Saatgutbehandlung aus Israel macht Pestizide überflüssig.

  • Für eine kostengünstige Wasserentsalzung entwickelte man in Israel eine  neuartige Membrantechnologie.

  • Neuartige „Cocoons“ aus Israel erlauben die Lagerung von Getreide bis zu sieben (!) Jahren. Für arme Länder mit Ertragsschwankungen ein Segen.

  • Eine SMS vom Obstbaum ist in Israel Science und nicht Fiction. Einer der zahllosen israelischen Erfinder entwickelte spezielle Sensoren, die den Handys der Farmer signalisieren, wenn der Baum Durst hat.

  • Israel entwickelte das führende mobile System um Wasser in großen Mengen auzubereiten.

  • Für den Einzelgebrauch wurde eine Komponenten-Trinkflasche  konstruiert, die aus Brauchwasser Trinkwasser gewinnt.

  • Das israelische Konzept künstlicher, autonomer Wüstenoasen bietet mit seinem salzresistenten Getreide Millionen Menschen in Wüstengebieten die Chance auf ausreichende Ernährung und sauberes Wasser, ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben.

Und so geht es endlos weiter:
2012 ging der Welt-Ernährungspreis an Israel. Die Begründung: „Vorbildliche Wassernutzung in der Landwirtschaft“. 2009 zeichnete die UNO Israel für seine Leistungen bei der Wasseraufbereitung aus. Warum hört man in Europa so wenig davon? Jemand müsste wirklich mal die Medien fragen.

Gibt es ein Geheimnnis für die überragenden landwirtschaftlichen Erfolge?

Ja, gibt es und heißt Kibbuz. Die berühmten kollektiven Farmen  der Pionierzeit.  Sie schafften zuerst das Unmögliche: Überleben in der Wüste und auf kargem Boden. Dann folgte der zweite, durch Fleiß, Ideen und Hartnäckigkeit geprägte Schritt: herausragende Produkte zu entwickeln. Heute wird z.B. modernes, komplett computerisiertes Herdenmanagement aus Israel weltweit eingesetzt.

So sieht heute ein Kibbuz von oben aus:

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Und so von unten:

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So auch.  

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Im Kibuz arbeiten alle zusammen, halten zusammen und konzentrieren sich auf den Aufbau.

Das Ergebnis kann man hier sehen: ein Weizenfeld in der Wüste.

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Die künftigen Landwirte beim Unterricht.

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Israels Armee und warum

Europa ist ein friedlicher Kontinent (geworden). Beneidenswert, aber im Nahen Osten ist es weniger friedlich. Deshalb brauchen wir in Israel eine starke Armee. Die haben wir. Und, ja, wir sind stolz auf sie. In den vergangenen Jahrhunderten haben wir da so unsere Erfahrungen gemacht als relativ schutzlose Minderheit.

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Wir sind stolz auf unsere Jungs und Mädels in Uniform.  Drei Jahre dienen die Jungs, zwei die Mädels.  Drei oder zwei harte Jahre, um ihr Land zu beschützen. Mit Engagement und Kameradschaft.  

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Als Piloten, Matrosen oder in der Infanterie.

Am besten erklärt man unsere Armee mit diesem Witz:

Bei der Erschaffung der Welt denkt Gott sich einen besonders hübschen Flecken Erde aus. Das nennt er Israel und will es den Juden geben. Ein Engel meldet Bedenken an:

„Wenn Du so ein schönes Land den Juden gibst, werden die anderen nicht etwas neidisch?“ Gott denkt einen Moment nach und beschwichtigt den Engel: „Wartet, bis ihr die Nachbarn seht.“

Unsere Nachbarn. Gleich bei der Staatsgründung 1948 haben uns Ägypten, Syrien, Jordanien Libanon und Irak überfallen. Irak ist zwar kein Nachbar, war aber trotzdem mit dabei. Auch Algerien und andere arabische Staaten entsandten Truppen. Damals lebten gerade mal  600.000 Menschen in Israel und Waffen hatten wir kaum. Dass wir den Krieg gewonnen haben, grenzt an an Wunder.

Wie sagte doch Israels erster Ministerpräsident David ben Gurion? „Wer in Israel nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“

1967 ging es weiter: die Sowjetunion hatte Ägypten und Syrien mit tausenden von Panzern und modernen Kampfflugzeugen ausgerüstet.  Im Juni brachten Ägypten, Syrien, Jordanien, Algerien, Kuwait und Irak ihre Truppen gegen Israel in Stellung. Dass auch dieser Krieg in nur sechs Tagen gewonnen wurde, grenzt an an zweites Wunder.

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Patroullie an der ägyptischen Front

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Fallschirmjäger vor dem Einsatz in Syrien

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Siegesfeier nach dem Krieg

Wir wurden von einer Übermacht angegriffen, wir haben uns gewehrt und den Krieg gewonnen. Sollen wir uns dafür entschuldigen? Eher nicht.

1973 überfielen uns Ägypten und Syrien zum dritten Mal – wieder hochgerüstet von der Sowjetunion. Und wieder konnten wir sie zurückschlagen. So wie im Krieg zuvor schickte Israel ganze Schiffsladungen mit modernsten sowjetischen Waffen, die erobert wurden, an die NATO. Ein wichtiger Beitrag für die qualitative Überlegenheit des Westens.

Wir verstehen, dass Europa keinen Krieg mehr will. Wir wollen auch nicht  – aber wir müssen uns verteidigen. Wir verstehen sogar, dass viele Medien in Europa uns nicht verstehen. Aber Gott sei`s gedankt versteht unsere Jugend in Israel, dass wir keine Alternative zu einer starken Armee haben. Und gibt die besten Jahre ihres Lebens für die Verteidigung ihrer Heimat.

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Was viele Araber und manche Europäer nicht begreifen: Israel ist für uns das Ende einer langen Wanderung und die Rückkehr in unser Land, aus dem uns die Römer vertrieben haben. Wir werden es bis zum äußersten verteidigen. Ob gegen Al Quaida, Iran, Hizbollah, Hamas oder sonstwen. 

Wir Juden in Israel wird fortgesetzt. Und wie.