MIG_1906.jpg
MIG_1908.jpg
MIG_1905.jpg
MIG_1907.jpg

In Uganda lebt die jüdische Gemeinschaft der  Abajoudaya. Sie wurden vom Krieger und Bantu-König Semei Kakunglu zu einer Stammeseinheit zusammengeführt. In der Sprache der Bantu bedeutet Abayoudaya "People of Judah".

Semei Kakunglu und seine Frauen

Synagoge der Abayudaya-Gemeinde bei Mbale

Rabbi Gershom Sizomu mit Familie. 2016 wurde er ins Parlament Ugandas gewählt. Den deutlichen Wahlsieg verdankt er seinem landesweit bekannten sozialen Engagement.

Abayoudaya-Junge nach der BarMizwah-Feier mit seinen Freunden

MIG_1909.jpg

Bei den Abayoudaya ist das jüdische Gebot "Tikun Olam" fest verwurzelt und Teil des Selbstverständnisses. Die Bedeutung des Begriffes Tikun Olam umfasst "Hilfe für alle", "Entwicklungshilfe", "soziale Verantwortung für die ganze Dorfgemeinschaft, unabhängig von Religion und Herkunft".

Deshalb sind die Abayoudaya-Schulen mit ihrem allgemein hohen Niveau grundsätzlich auch offen für christliche und muslimische Kinder.  

Die Tikun Olam Primary School in Namutumba.

An der Thora-Prozession der Abayoudaya nimmt das ganze Dorf teil. Seit 1979 wird beim Pessach-Fest auch der Sturz des brutalen Diktators Idi Amin gefeiert. Er ließ über 400.000 Ugander ermorden und stürzte das Land in unsägliches Elend. Die Abayoudaya sind überzeugt, dass ihre Gebete zum Sturz von Idi Amin führten, genau zu Pessach.

MIG_1911.jpg
MIG_1910.jpg
MIG_1912.jpg

Neue Abayoudaya-Synagoge bei Mbale

Junge Abayudaya-Frau

Absolut bemerkenswert ist der spezifische Musikstil der Abayoudaya. Er kombiniert die typisch afrikanisch-rhythmischen Elemente mit traditionellen jüdischen und israelischen Komponenten. Auch die Texte sind in einer Mischung aus dem Bantu-Dialekt Luganda und hebräischen Wörtern gehalten. Inhaltlich basieren vielen Lieder auf Psalmen.

MIG_1913.jpg
MIG_1914.jpg
MIG_1915.jpg
MIG_1916.jpg

Musik- und Tanzfestivals bei den Abayoudaya

MIG_1917.jpg
MIG_1918.jpg
MIG_1920.jpg

Tanz vor der Synagoge in Mbala

Die Abayoudaya genießen in Uganda eine hohe Reputation – eine Folge ihres sozialen Engagements und des jüdischen Gebotes „Tikun Olam“, frei übersetzt: „Save the world.“ Ihre Kindergärten, die  Schulen, sozialen Einrichtungen und das  gute Gesundheitssystem, stehen auch Nichtjuden offen.

MIG_1922.jpg

Zwei CDs mit liturgischer Musik der Abayoudaya erzielten mehr als einen Achtungserfolg. Das Album "Abayudaya: Music from the Jewish people of Uganda" war sogar für die 47. Grammy-Auszeichnung als bestes traditionelles Album der Weltmusik nominiert.

MIG_1919.jpg

Die Kapelle spielt die HATIKVAH, Israels Nationalhymne

MIG_1921.jpg

Religiöse Trauungszeremonie

MIG_1923.jpg

Abayoudaya Delegation in Jerusalem