Das "Geheimnis von Madagaskar" 

So nennen Madegassen ihre jüdische Herkunft. In jüngster Zeit wird es auf internationalen Konferenzen immer weiter gelüftet.

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Dr. Elysha Netsarh, Universitätsdozentin, Biologin und Sprecherin der jüdischen Gemeinde in der Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo. Sie berichtet vom raschen Wachstum der Gemeinde, weil sich immer mehr Madegassen auf ihre jüdische Herkunft besinnen.

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Prinz Ndria Rabarioelina begrüßt seine Gäste mit der israelischen Hymne "Hatikvah" auf dem Klavier. In Interviews mit internationalen Medien betont er stolz seine jüdische Herkunft. Als promovierter Historiker und Theologe schätzt er, dass bis zu 80 % der Madagassen jüdische Wurzeln haben.

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Die "Wiederentdeckung" des Judentums in Madagaskar löste eine wahre Konvertierungswelle unter nichtjüdischen Madagassen aus. Der bekannte Fernseh-Moderator Mija Rasolo nennt sich heute David Mazal.   

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Hebräisch-Unterricht

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Mit dieser feierlichen Zeremonie bekannten sich über 100 Madagassen in einer offiziellen Konvertierung zum Judentum.

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Gottesdienst der jüdischen "Aaroniten" Madagaskars. Sie sehen sich seit Urzeiten als Nachkommen von Aaron, Moses' Bruder.

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Im Südosten Madagaskars liegt Vatumasina, der "Ort  der Könige und Schriftgelehrten". Dessen Einwohner sehen sich als direkte Nachfahren von Alitawarat aus Jerusalem. In seinem Namen ist auf madagassisch Moses' Thora enthalten. Madagaskar ist für sie das biblische Land Ophir, aus dem das Material für die Bauten König Salomons stammte.

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Gruppenhochzeit in der jüdischen Gemeinde

Genetische Untersuchungen sowie archäologische und historische Erkenntnisse weisen auf mehrere jüdische Einwanderungswellen in der Antike hin. Dies wird auch durch kulturelle und religiöse Traditionen bestärkt. Die neuzeitliche Tendenz, zum Judentum zu konvertieren, entstammt zudem einem weit verbreiteten Wunsch der Madegassen: Die  Jahrhunderte der Fremdbestimmung endgültig zu überwinden.

Kommt noch mehr über Juden in aller Welt? Ja, klar. Die Welt ist doch viel größer. Was wann kommt, steht immer rechtzeitig in "Wir Juden aktuell."